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PRESSEAUSSENDUNG

Design-Studierende der Kunstuni Linz entwerfen mit Caritas Vorarlberg neue Produkte

Nach einer Exkursion im größten Kleidersortierwerk „carla Tex“ in Vorarlberg haben sieben Studierende der Studienrichtung Industrial Design neue Produkte entworfen, die in Produktion gehen sollen: Demnächst machen sich Jugendliche ohne Ausbildung an die Umsetzung der Entwürfe. Dieses neue Kooperationsprojekt der Caritas Vorarlberg und der Kunstuniversität Linz, konkret des Studienzweigs Industrial Design, nennt sich „Startbahn+“.

Der Entwurf für die „Hadernlampe“ von Jakob Mair etwa soll aus Alttextilien produziertem Papier hergestellt werden. Laura Übertsroider konzipierte Kappen, Körbe, Notizbücher und Schlapfen aus Jeans gewonnener Fasermasse. Konkret werden in den Jugendbeschäftigungszentren „Startbahn“ in Feldkirch und Bludenz die Ideen der Studierenden umgesetzt und dann unter einem eigenen Label vertrieben. Die Ressourcen dafür kommen aus dem Caritas-Kleidersortierwerk „carla Tex“ in Hohenems, wo pro Woche rund 50 Tonnen Textilien aus 400 Sammelcontainern landen.

Elke Bachlmair, Professorin für Industrial Design, und Florian Sametinger, Professor für Designforschung und Designtheorie an der Kunstuni Linz, betreuen das Projekt, das auf Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft sowie Partizipation setzt. Im Detail wurde gemeinsam mit Mitarbeitern und Jugendlichen in der „Startbahn“ im Zuge eines Workshops herausgefunden, welche Techniken und Materialien bei der Umsetzung der Entwürfe am besten funktionieren. Aus alten Hemden werden so etwa kleine Taschen nach dem Entwurf von Ida Gutenbrunner genäht. Nach einer Idee von Clemens Friedl kann aus Textilpulpe, also Papierbrei aus Alttextilien, das Rutschauto „Faserflitzer“ für Kinder produziert werden. Und Florian Steidl hat für Jung wie Alt einen Sitzpolster aus Rundstrick mit in Streifen gerissener Bettwäsche designt.

„Ziel ist es“, erklärt Professorin Bachlmair, „zur bestmöglichen Motivation und Re-Integration der Jugendlichen in Ausbildungs- und Arbeitsprozesse sowie zum erfolgreichen Vertrieb der produzierten Produkte aus wiederverwertetem Material beizutragen. Das Schöne ist, dass es schon so viele Ideen gibt, dass noch viele weitere Entwürfe im Entstehen sind.“

Pressefotos

Florian Steidl hat für Jung wie Alt einen Sitzpolster mit in Streifen gerissener Bettwäsche aus Rundstrick designt. / Foto: Florian Steidl
Nach einer Idee von Clemens Friedl wird aus Textilpulpe, also Papierbrei aus Alttextilien, das Rutschauto „Faserflitzer“ für Kinder produziert. / Foto: Clemens Friedl
Laura Übertsroider konzipierte Kappen, Körbe, Notizbücher und Schlapfen aus Jeans gewonnener Fasermasse. / Foto: Elke Bachlmair
Aus Alttextilien-Papier hergestellte Leuchte „Hadernlicht“ nach einem Entwurf von Jakob Mair. / Foto: Jakob Mair
Das Team der Industrial Design-Studierenden: Florian Steidl, Julia Angerer, Laura Übertsroider, Clemens Friedl, Paul Schramm, Jakob Mair und Ida Gutenbrunner.
Tasche aus Hemden nach einem Entwurf von Ida Gutenbrunner. / Foto: Ida Gutenbrunner